Ratgeber
Ferienjob Mindestlohn 2026: So viel bleibt netto – und wie du mehr verhandelst
Bei einem Ferienjob mit Mindestlohn von 13,9 € pro Stunde (2026) und typischer Arbeitszeit zwischen 20 und 40 Stunden pro Woche liegt das Bruttogehalt zwischen etwa 1.100 und 2.400 Euro im Monat. Netto bleiben nach Abzug von Lohnsteuer und Sozialversicherung rund 80–85 % übrig – abhängig von Steuerklasse, Freibeträgen und Dauer des Jobs.
Ferienjob Mindestlohn 2026: Brutto, Netto und Verhandlungstipps
Du suchst einen Ferienjob und willst wissen, wie viel dir vom Mindestlohn netto bleibt? Oder du vergleichst Angebote und überlegst, ob du mehr verhandeln kannst? Kein Problem – hier erfährst du alles Wichtige zum ferienjob mindestlohn 2026, zu den Abzügen und wie du dein Gehalt optimierst.
Wie hoch ist der Mindestlohn 2026?
Ab dem 1. Januar 2026 gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn von 13,9 Euro pro Stunde. Das hat die Bundesregierung auf Empfehlung der Mindestlohnkommission beschlossen. Bei einer Vollzeitstelle (40 Stunden pro Woche) entspricht das einem Bruttomonatsgehalt von rund 2.410 Euro. Für Ferienjobs, die oft nur 20–30 Stunden pro Woche umfassen, ergeben sich daraus Bruttobeträge zwischen etwa 1.100 und 1.800 Euro im Monat.
Was bleibt netto übrig?
Dein Nettogehalt hängt von mehreren Faktoren ab: Steuerklasse, Kirchensteuer, Krankenkasse und ob du weitere Einkünfte hast. Für einen ledigen Arbeitnehmer in Steuerklasse I ohne Kinder und ohne Kirchensteuer gelten folgende Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitnehmeranteil 2026):
- Krankenversicherung: 8,75 % (zzgl. Zusatzbeitrag, im Schnitt ca. 1,5 %)
- Rentenversicherung: 9,3 %
- Arbeitslosenversicherung: 1,3 %
- Pflegeversicherung: 2,4 % (kinderlos, sonst 1,8 %)
Die Lohnsteuer fällt bei Ferienjobs oft gering aus, weil dein Jahreseinkommen unter dem Grundfreibetrag von rund 12.348 Euro liegt. Beispiel: Bei einem Ferienjob mit 20 Stunden pro Woche (1.112 € brutto/Monat) zahlst du etwa 100–150 € Lohnsteuer und rund 200 € Sozialabgaben – netto bleiben dir also etwa 850–900 Euro. Bei 40 Stunden (2.410 € brutto) sind es rund 1.900–2.050 Euro netto. Eine genaue Berechnung liefert dir unser Brutto-Netto-Rechner.
Tipps für die Gehaltsverhandlung
Auch wenn der Mindestlohn die gesetzliche Untergrenze ist, kannst du oft mehr herausholen – besonders in Branchen mit Personalmangel. So gehst du vor:
- Vergleiche Angebote: Schau dir an, was andere Arbeitgeber in deiner Region für ähnliche Tätigkeiten zahlen. Laut Destatis liegen die Durchschnittsgehälter für Hilfskräfte oft bei 14–16 €/h.
- Argumentiere mit deinen Stärken: Bist du flexibel, zuverlässig oder hast du schon Erfahrung? Das ist ein Plus.
- Frage nach Zuschlägen: Für Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsarbeit gibt es oft Aufschläge – auch beim Mindestlohn.
- Nutze den Ratgeber: In unserem Ratgeber findest du weitere Strategien für erfolgreiche Gehaltsverhandlungen.
Besonderheiten bei Ferienjobs
Ferienjobs sind oft kurzfristig (maximal 3 Monate oder 70 Arbeitstage). Dann bist du sozialversicherungsfrei – das heißt, du zahlst keine Renten-, Arbeitslosen- oder Pflegeversicherung, aber weiterhin Lohnsteuer. Bei einem Minijob (bis 538 € monatlich) entfällt die Lohnsteuer meist, und der Arbeitgeber zahlt pauschale Abgaben. Prüfe vorher, welche Regelung für dich gilt, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Fazit
Der ferienjob mindestlohn 2026 liegt bei 13,9 €/h – das ist eine gute Basis. Mit etwas Verhandlungsgeschick und dem Wissen um deine Abzüge kannst du dein Nettoeinkommen spürbar verbessern. Vergleiche Angebote, nutze unseren Rechner und lies dich im Ratgeber schlau. Viel Erfolg bei deiner Jobsuche!
Selbst nachrechnen
Beispielorientierung bei etwa 2.410 € brutto (Steuerklasse I).
Abzugswasserfall
Vom Brutto zum Netto
Ziehe am Brutto und wechsle die Steuerklasse — die Abzüge fließen sichtbar ab.
Steuerklasse
Netto / Monat
1.558 €
Abzüge
852 €
Schätzung für 2026 (gesetzliche KV, Ø-Zusatzbeitrag). Kein Ersatz für die Entgeltabrechnung.
Häufige Fragen
Wie viel verdiene ich netto bei einem Ferienjob mit Mindestlohn?
Das hängt von deiner Steuerklasse, deinem Jahresverdienst und der Art der Beschäftigung ab. Bei einem Ferienjob auf Mindestlohnbasis (13,9 €/h) und einer Arbeitszeit von 20 Stunden pro Woche verdienst du brutto etwa 1.112 € im Monat. Netto bleiben nach Lohnsteuer und Sozialversicherung rund 900–950 €, wenn du keine weiteren Einkünfte hast. Bei 40 Stunden pro Woche (ca. 2.410 € brutto) liegt das Netto etwa bei 1.900–2.050 €. Nutze den [Brutto-Netto-Rechner](/rechner) für eine individuelle Berechnung.
Muss ich als Schüler oder Student Sozialabgaben zahlen?
Ja, grundsätzlich unterliegst du der Sozialversicherungspflicht, sobald du mehr als 538 € im Monat (Minijob-Grenze 2026) verdienst. Allerdings gibt es Ausnahmen: Bei kurzfristigen Ferienjobs (max. 3 Monate oder 70 Arbeitstage) bist du in der Regel sozialversicherungsfrei, aber lohnsteuerpflichtig. Bei einem Minijob (bis 538 €) zahlst du nur pauschale Abgaben des Arbeitgebers. Informiere dich auch im [Ratgeber](/blog) über die genauen Regelungen.
Kann ich mehr als den Mindestlohn verhandeln?
Ja, der Mindestlohn ist nur die Untergrenze. Gerade in Branchen mit Fachkräftemangel oder bei speziellen Qualifikationen kannst du mehr verlangen. Vergleiche Angebote mit Durchschnittsgehältern in deiner Region – z. B. verdienen Hilfskräfte in der Gastronomie oft 14–16 €/h. Argumentiere mit deiner Motivation, Flexibilität oder Vorerfahrung. Ein höherer Stundenlohn verbessert dein Netto deutlich, da die Abzüge prozentual gleich bleiben.