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Mindestlohn 2028 Deutschland: Was er für Dein Gehalt bedeutet
Der gesetzliche Mindestlohn liegt 2026 bei 13,90 € pro Stunde – für 2028 gibt es noch keine offiziellen Werte, aber die Mindestlohnkommission wird voraussichtlich eine weitere Anhebung vorschlagen.
Mindestlohn 2028 Deutschland: Was Du jetzt wissen solltest
Der Mindestlohn 2028 in Deutschland ist noch Zukunftsmusik – aber die Diskussion darum beginnt schon heute. Als Arbeitnehmer oder Jobsuchender fragst Du Dich vielleicht: Wie entwickelt sich die Lohnuntergrenze? Und was bedeutet das für Dein eigenes Gehalt? In diesem Artikel erfährst Du, wo der Mindestlohn aktuell steht, wie er sich in den nächsten Jahren verändern könnte und wie Du diese Informationen nutzt, um bei Gehaltsverhandlungen besser aufgestellt zu sein.
Aktueller Stand: Mindestlohn 2026
Seit dem 1. Januar 2026 gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde. Bei einer 40-Stunden-Woche entspricht das einem Bruttomonatsgehalt von rund 2.410 Euro – oder etwa 28.922 Euro im Jahr. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst einer vollzeitbeschäftigten Person lag im April 2025 bei etwa 4.784 Euro (Destatis). Der Mindestlohn deckt also nur etwa die Hälfte des Durchschnittsgehalts ab.
Wer zum Mindestlohn arbeitet, hat nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben (KV 8,75 %, RV 9,3 %, AV 1,3 %, PV 2,4 %) netto etwa 1.700 bis 1.800 Euro pro Monat in der Tasche – je nach Krankenkasse und Zusatzbeitrag. Der Grundfreibetrag der Einkommensteuer liegt bei rund 12.348 Euro im Jahr, sodass bei Mindestlohn kaum Lohnsteuer anfällt.
Wie geht es weiter? Mindestlohn 2028
Die Mindestlohnkommission – ein unabhängiges Gremium aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern sowie Wissenschaftlern – tagt alle zwei Jahre und spricht eine Empfehlung für die nächste Anpassung aus. Die letzte Erhöhung von 12,82 € (2025) auf 13,90 € (2026) war ein deutlicher Sprung. Für den Mindestlohn 2028 in Deutschland wird die Kommission voraussichtlich im Sommer 2027 eine neue Empfehlung abgeben. Politische Faktoren, die Tarifentwicklung und die wirtschaftliche Lage spielen dabei eine Rolle.
Experten rechnen mit einer moderaten Steigerung – vielleicht auf 15 bis 16 Euro pro Stunde. Das wäre ein Anstieg, der die Inflation ausgleicht und die Kaufkraft stabilisiert. Aber: Es gibt keine Garantie. Sollte die Wirtschaft schwächeln, könnte die Erhöhung geringer ausfallen. Sollte die Politik Druck machen, könnte sie auch höher ausfallen. Du siehst: Der Mindestlohn 2028 in Deutschland ist ein Thema, das Du im Auge behalten solltest.
Mindestlohn als Verhandlungsbasis
Wenn Du ein Jobangebot bekommst, das nur knapp über dem Mindestlohn liegt, hast Du gute Argumente für eine Gehaltserhöhung. Denn viele Berufe zahlen deutlich mehr: Ein Verkäufer verdient im Schnitt etwa 2.800 Euro brutto, ein Elektriker 3.600 Euro, eine Buchhalterin 3.900 Euro und ein Softwareentwickler sogar 5.500 Euro (Quelle: DB). Zeige Deinem potenziellen Arbeitgeber, dass Deine Qualifikationen und die branchenüblichen Gehälter über der gesetzlichen Untergrenze liegen.
Unser Ratgeber hilft Dir mit Tipps zur Gehaltsverhandlung. Und mit dem Brutto-Netto-Rechner kannst Du sofort berechnen, wie sich ein höheres Brutto auf Dein Netto auswirkt – inklusive aller Abzüge und Steuerklassen.
Steuerklassen und Abzüge verstehen
Dein Nettogehalt hängt nicht nur vom Brutto ab, sondern auch von Deiner Steuerklasse, Kinderfreibeträgen, Kirchensteuer und Deiner Krankenkasse. Ein Lediger in Steuerklasse I zahlt mehr Lohnsteuer als ein Verheirateter in Steuerklasse III. Wer Kinder hat, profitiert von geringeren Sozialabgaben (z. B. niedrigerer Pflegeversicherungssatz). Wenn Du also ein Gehaltsangebot vergleichst, achte nicht nur auf die Bruttosumme, sondern rechne immer das Netto aus.
Fazit
Der Mindestlohn 2028 in Deutschland ist noch nicht spruchreif, aber die Richtung ist klar: Er wird weiter steigen. Für Dich als Arbeitnehmer bedeutet das eine bessere Absicherung nach unten. Gleichzeitig solltest Du Dich nicht mit dem Mindestlohn zufriedengeben, wenn Deine Tätigkeit mehr wert ist. Nutze die aktuellen Daten, um selbstbewusst zu verhandeln. Und bleib informiert – auf BruttoNettoCheck findest Du regelmäßig neue Artikel und Rechner, die Dir helfen, Dein Gehalt zu optimieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Frage: Wie hoch wird der Mindestlohn 2028 in Deutschland sein? Antwort: Der Mindestlohn 2028 in Deutschland ist noch nicht festgelegt. Die unabhängige Mindestlohnkommission gibt alle zwei Jahre eine Empfehlung ab, die die Bundesregierung in der Regel per Rechtsverordnung umsetzt. Basierend auf dem Anstieg von 12,82 € (2025) auf 13,90 € (2026) könnte eine weitere Erhöhung auf etwa 15 €/h möglich sein – das ist aber reine Spekulation. Offizielle Zahlen werden frühestens Mitte 2027 erwartet.
Frage: Welches Netto bleibt vom Mindestlohn 2026 übrig? Antwort: Bei einem Bruttomonatsgehalt von ca. 2.410 € (40 Std./Woche, 13,90 €/h) ergibt sich für einen ledigen Arbeitnehmer in Steuerklasse I ohne Kinder und mit durchschnittlichem Krankenkassenzusatzbeitrag ein Netto von etwa 1.700–1.800 €. Davon gehen Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag (meist 0) und Sozialabgaben (KV, RV, AV, PV) ab. Mit Kindern oder in anderen Steuerklassen kann das Netto höher ausfallen.
Frage: Kann ich mit Mindestlohn Gehalt verhandeln? Antwort: Ja, der Mindestlohn ist nur die absolute Untergrenze. Viele Branchen zahlen deutlich mehr – etwa im Baugewerbe, im Einzelhandel oder in der Pflege gibt es tarifliche Zuschläge. Wenn Du ein Jobangebot bekommst, das nur Mindestlohn bietet, kannst Du mit Verweis auf den Durchschnittsverdienst (ca. 4.784 € brutto/Monat) oder auf Deine Qualifikationen verhandeln. Nutze unseren Brutto-Netto-Rechner, um zu sehen, wie sich ein höheres Brutto auf Dein Netto auswirkt.
Selbst nachrechnen
Beispielorientierung bei etwa 2.410 € brutto (Steuerklasse I).
Abzugswasserfall
Vom Brutto zum Netto
Ziehe am Brutto und wechsle die Steuerklasse — die Abzüge fließen sichtbar ab.
Steuerklasse
Netto / Monat
1.558 €
Abzüge
852 €
Schätzung für 2026 (gesetzliche KV, Ø-Zusatzbeitrag). Kein Ersatz für die Entgeltabrechnung.
Häufige Fragen
Wie hoch wird der Mindestlohn 2028 in Deutschland sein?
Der Mindestlohn 2028 in Deutschland ist noch nicht festgelegt. Die unabhängige Mindestlohnkommission gibt alle zwei Jahre eine Empfehlung ab, die die Bundesregierung in der Regel per Rechtsverordnung umsetzt. Basierend auf dem Anstieg von 12,82 € (2025) auf 13,90 € (2026) könnte eine weitere Erhöhung auf etwa 15 €/h möglich sein – das ist aber reine Spekulation. Offizielle Zahlen werden frühestens Mitte 2027 erwartet.
Welches Netto bleibt vom Mindestlohn 2026 übrig?
Bei einem Bruttomonatsgehalt von ca. 2.410 € (40 Std./Woche, 13,90 €/h) ergibt sich für einen ledigen Arbeitnehmer in Steuerklasse I ohne Kinder und mit durchschnittlichem Krankenkassenzusatzbeitrag ein Netto von etwa 1.700–1.800 €. Davon gehen Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag (meist 0) und Sozialabgaben (KV, RV, AV, PV) ab. Mit Kindern oder in anderen Steuerklassen kann das Netto höher ausfallen.
Kann ich mit Mindestlohn Gehalt verhandeln?
Ja, der Mindestlohn ist nur die absolute Untergrenze. Viele Branchen zahlen deutlich mehr – etwa im Baugewerbe, im Einzelhandel oder in der Pflege gibt es tarifliche Zuschläge. Wenn Du ein Jobangebot bekommst, das nur Mindestlohn bietet, kannst Du mit Verweis auf den Durchschnittsverdienst (ca. 4.784 € brutto/Monat) oder auf Deine Qualifikationen verhandeln. Nutze unseren [Brutto-Netto-Rechner](/rechner), um zu sehen, wie sich ein höheres Brutto auf Dein Netto auswirkt.