Ratgeber
Werkstudent Stundenlohn 2026: So berechnest du dein Netto
Der gesetzliche Mindestlohn für Werkstudenten beträgt ab 1. Januar 2026 brutto 13,90 € pro Stunde, das Nettogehalt hängt jedoch stark von Steuerklasse, Krankenkasse und den speziellen Sozialversicherungsregeln für Studierende ab.
Werkstudent Stundenlohn 2026: Was du verdienst und was netto übrig bleibt
Als Werkstudent jobbst du neben dem Studium und sammelst wertvolle Berufserfahrung. Doch wie viel bleibt von deinem werkstudent stundenlohn nach Steuern und Sozialabgaben tatsächlich übrig? In diesem Artikel erklären wir dir, wie du dein Nettogehalt berechnest, welche Abzüge auf dich zukommen und worauf du achten musst.
Der gesetzliche Mindestlohn für Werkstudenten 2026
Seit dem 1. Januar 2026 gilt in Deutschland ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 € brutto pro Stunde (BMAS). Das ist die absolute Lohnuntergrenze – auch für Werkstudenten. Arbeitgeber dürfen dir also nicht weniger zahlen. Die Mindestlohnkommission passt diesen Wert regelmäßig an, zuletzt auf Basis der Tarifentwicklung und des Bruttomedianlohns.
Bei einer typischen Werkstudenten-Teilzeit von 20 Stunden pro Woche ergibt sich daraus ein monatliches Bruttogehalt von rund 1.204 € (20 h × 13,90 € × 4,33 Wochen). Arbeitest du in den Semesterferien mehr Stunden, kann der Betrag entsprechend höher ausfallen – aber auch die Sozialabgaben steigen dann.
Brutto vs. Netto: Welche Abzüge fallen an?
Dein Bruttogehalt ist nicht gleich dein Nettogehalt. Vom Bruttolohn werden Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abgezogen. Für Werkstudenten gelten dabei besondere Regeln:
- Lohnsteuer: Solange dein Jahreseinkommen unter dem Grundfreibetrag liegt (2026 voraussichtlich ca. 12.348 €), zahlst du keine Lohnsteuer. Liegst du darüber, wird Lohnsteuer fällig – die du dir aber über die Steuererklärung zurückholen kannst.
- Solidaritätszuschlag: Fällt nur an, wenn du Lohnsteuer zahlst und dein Einkommen über bestimmten Freigrenzen liegt.
- Krankenversicherung (KV): Als Werkstudent bist du in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Der Beitragssatz liegt 2026 bei 8,75 % plus einem kassenindividuellen Zusatzbeitrag (durchschnittlich etwa 1,7 %).
- Pflegeversicherung (PV): Hier zahlst du 2,4 % (bei Kinderlosigkeit, mit Kindern etwas weniger).
- Rentenversicherung (RV): Werkstudenten sind von der Rentenversicherung befreit, solange sie nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten (Ausnahme: freiwillige Einzahlung möglich).
- Arbeitslosenversicherung (AV): Auch die Arbeitslosenversicherung entfällt für Werkstudenten in der Regel.
Das bedeutet: Deine Abzüge sind als Werkstudent deutlich geringer als bei einem normalen Arbeitnehmer. Du sparst dir die RV- und AV-Beiträge (zusammen etwa 10,6 %), zahlst aber weiterhin KV und PV.
Beispielrechnung: Werkstudent mit Mindestlohn
Nehmen wir an, du arbeitest 20 Stunden pro Woche zum Mindestlohn von 13,90 €. Dein monatliches Brutto beträgt ca. 1.204 €. Du bist ledig, kinderlos, in Steuerklasse I und bei einer gesetzlichen Krankenkasse mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag versichert.
- Bruttogehalt: 1.204 €
- Lohnsteuer: 0 € (da unter Grundfreibetrag)
- Solidaritätszuschlag: 0 €
- Krankenversicherung (8,75 % + 1,7 % Zusatzbeitrag): ca. 125,70 €
- Pflegeversicherung (2,4 %): ca. 28,90 €
- Rentenversicherung: 0 € (Befreiung)
- Arbeitslosenversicherung: 0 € (Befreiung)
- Netto: ca. 1.049,40 €
In diesem Fall bleiben dir also rund 87 % deines Bruttogehalts netto übrig – ein sehr hoher Wert. Verdienst du mehr (z. B. 18 €/h), steigt auch die Lohnsteuer, und der Nettobetrag sinkt prozentual etwas.
Was tun, wenn dein Stundenlohn über dem Mindestlohn liegt?
Viele Werkstudenten verdienen mehr als den Mindestlohn – je nach Branche, Studium und Erfahrung. Typische werkstudent stundenlohn-Spannen liegen zwischen 14 und 20 €, in IT und Ingenieurberufen auch darüber. Leider gibt es keine offizielle Statistik, die den Durchschnittsstundenlohn für Werkstudenten ausweist. Du kannst dich aber an Gehaltsdaten von Portalen oder an Tarifverträgen orientieren. Unser Brutto-Netto-Rechner hilft dir, für jeden Stundenlohn dein Netto zu ermitteln.
Steuertipp: Steuererklärung lohnt sich
Wenn du als Werkstudent Lohnsteuer gezahlt hast (weil dein Einkommen über dem Grundfreibetrag lag), kannst du diese in der Regel vollständig über die Einkommensteuererklärung zurückbekommen. Denn als Student hast du oft hohe Werbungskosten (z. B. Fahrtkosten, Fachliteratur, Semesterbeiträge), die dein zu versteuerndes Einkommen senken. Mehr dazu findest du in unserem Ratgeber.
Fazit
Der werkstudent stundenlohn 2026 startet bei 13,90 € brutto. Dank der Befreiung von Renten- und Arbeitslosenversicherung bleibt dir ein hoher Nettoanteil. Nutze unseren Rechner, um deine persönliche Situation durchzuspielen, und denk daran: Eine Steuererklärung kann sich lohnen, um gezahlte Lohnsteuer zurückzuholen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie hoch ist der Mindestlohn für Werkstudenten 2026?
Seit dem 1. Januar 2026 gilt ein gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 € brutto pro Stunde. Dieser gilt grundsätzlich auch für Werkstudenten. Bei einer typischen Teilzeitbeschäftigung von 20 Stunden pro Woche ergibt sich ein monatliches Bruttogehalt von etwa 1.204 € (20 h/Woche × 13,90 € × 4,33 Wochen).
Muss ich als Werkstudent Steuern zahlen?
Das hängt von deinem Jahreseinkommen ab. Liegt dein Bruttojahresverdienst unter dem Grundfreibetrag (2026 voraussichtlich ca. 12.348 €), zahlst du keine Lohnsteuer. Bei höheren Einkommen wird Lohnsteuer fällig, die du über die Steuererklärung zurückholen kannst. Als Werkstudent bist du meist in Steuerklasse I eingestuft.
Welche Sozialabgaben zahle ich als Werkstudent?
Werkstudenten sind in der Regel von der Renten- und Arbeitslosenversicherung befreit, solange sie nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten (in der Vorlesungszeit). Du zahlst aber weiterhin Beiträge zur Krankenversicherung (ca. 8,75 % + Zusatzbeitrag) und zur Pflegeversicherung (ca. 2,4 % bei Kinderlosigkeit). Die Beiträge werden nur vom Bruttolohn abgezogen, der über der Minijob-Grenze (538 €) liegt.
Selbst nachrechnen
Beispielorientierung bei etwa 4.500 € brutto (Steuerklasse I).
Abzugswasserfall
Vom Brutto zum Netto
Ziehe am Brutto und wechsle die Steuerklasse — die Abzüge fließen sichtbar ab.
Steuerklasse
Netto / Monat
2.513 €
Abzüge
1.987 €
Schätzung für 2026 (gesetzliche KV, Ø-Zusatzbeitrag). Kein Ersatz für die Entgeltabrechnung.
Häufige Fragen
Wie hoch ist der Mindestlohn für Werkstudenten 2026?
Seit dem 1. Januar 2026 gilt ein gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 € brutto pro Stunde. Dieser gilt grundsätzlich auch für Werkstudenten. Bei einer typischen Teilzeitbeschäftigung von 20 Stunden pro Woche ergibt sich ein monatliches Bruttogehalt von etwa 1.204 € (20 h/Woche × 13,90 € × 4,33 Wochen).
Muss ich als Werkstudent Steuern zahlen?
Das hängt von deinem Jahreseinkommen ab. Liegt dein Bruttojahresverdienst unter dem Grundfreibetrag (2026 voraussichtlich ca. 12.348 €), zahlst du keine Lohnsteuer. Bei höheren Einkommen wird Lohnsteuer fällig, die du über die Steuererklärung zurückholen kannst. Als Werkstudent bist du meist in Steuerklasse I eingestuft.
Welche Sozialabgaben zahle ich als Werkstudent?
Werkstudenten sind in der Regel von der Renten- und Arbeitslosenversicherung befreit, solange sie nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten (in der Vorlesungszeit). Du zahlst aber weiterhin Beiträge zur Krankenversicherung (ca. 8,75 % + Zusatzbeitrag) und zur Pflegeversicherung (ca. 2,4 % bei Kinderlosigkeit). Die Beiträge werden nur vom Bruttolohn abgezogen, der über der Minijob-Grenze (538 €) liegt.