Ratgeber
Mindestlohn Gastronomie 2026: Was Du netto verdienst und wie sich Regionen unterscheiden
Der gesetzliche Mindestlohn steigt 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde – in der Gastronomie sind viele Beschäftigte darauf angewiesen. Netto bleiben bei Vollzeit rund 1.880 Euro, abhängig von Steuerklasse und Region.
Mindestlohn Gastronomie 2026: Was Du verdienst und was netto bleibt
Ab 2026 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 13,90 Euro pro Stunde. Das betrifft besonders die Gastronomie, wo viele Beschäftigte an der Lohnuntergrenze arbeiten. In diesem Artikel erfährst Du, wie sich der mindestlohn gastronomie 2026 auf Dein Brutto- und Nettoeinkommen auswirkt, welche regionalen Unterschiede es gibt und wie Du Deine Abzüge besser verstehst.
Brutto, Netto und Abzüge – die Basics
Dein Bruttolohn ist das, was im Arbeitsvertrag steht. Davon gehen ab:
- Lohnsteuer – richtet sich nach Steuerklasse und Höhe des Einkommens
- Solidaritätszuschlag – fällt meist nur bei höheren Einkommen an
- Sozialversicherungsbeiträge (Arbeitnehmeranteil):
- Krankenversicherung (KV): 8,75 %
- Rentenversicherung (RV): 9,3 %
- Arbeitslosenversicherung (AV): 1,3 %
- Pflegeversicherung (PV): 2,4 % (kinderlos, sonst geringer)
Übrig bleibt Dein Nettolohn. Bei Mindestlohn in Steuerklasse I (ledig, keine Kinder) zahlst Du kaum Lohnsteuer, weil Dein Jahreseinkommen unter dem Grundfreibetrag von rund 12.348 Euro liegt. Die Sozialabgaben machen den größten Teil der Abzüge aus.
Mindestlohn Gastronomie 2026: Wie viel bleibt netto?
Bei einer 40-Stunden-Woche ergeben 13,90 €/h ein Bruttomonatsgehalt von 2.410 Euro. Für einen Single in Steuerklasse I (ohne Kinder, ohne Kirchensteuer) sieht die Rechnung so aus:
- Brutto: 2.410 €
- Lohnsteuer: ca. 0–30 € (abhängig von genauen Freibeträgen)
- Solidaritätszuschlag: 0 €
- KV (8,75 %): 211 €
- RV (9,3 %): 224 €
- AV (1,3 %): 31 €
- PV (2,4 %): 58 €
- Netto: rund 1.886 €
Das ist eine grobe Schätzung. Deine tatsächlichen Abzüge hängen von Deiner Krankenkasse (Zusatzbeitrag), Deinem Bundesland (z. B. Pflegeversicherung in Sachsen anders) und eventuellen Kindern ab. Mit dem Brutto-Netto-Rechner kannst Du Deine persönliche Situation genau berechnen.
Regionale Unterschiede in der Gastronomie
Der gesetzliche Mindestlohn gilt überall gleich – aber viele Gastronomen zahlen mehr, um Fachkräfte zu gewinnen. In Ballungszentren wie München, Frankfurt oder Hamburg sind die Löhne oft 10–20 % höher als im ländlichen Raum. Auch zwischen Ost und West gibt es Unterschiede: Während in Bayern ein Koch durchschnittlich 3.200 € brutto verdient, sind es in Sachsen oft nur 2.600 € (Quelle: Destatis, Durchschnittswerte).
Typische Bruttogehälter in der Gastronomie (2026, Schätzung):
- Hilfskraft / Spüler: 2.410–2.600 € (oft Mindestlohn)
- Kellner / Servicekraft: 2.500–3.000 € (zzgl. Trinkgeld)
- Koch / Köchin: 2.800–3.500 €
- Restaurantfachkraft: 2.600–3.200 €
Beachte: Trinkgeld ist steuerfrei und kann Dein Nettoeinkommen um mehrere Hundert Euro im Monat erhöhen. Das ist besonders in der Gastronomie ein wichtiger Faktor.
Branchenunterschiede: Gastronomie vs. andere Berufe
Im Vergleich zum Durchschnittsverdienst aller Vollzeitbeschäftigten (rund 4.784 € brutto) liegt die Gastronomie deutlich darunter. Viele Beschäftigte arbeiten in Teilzeit oder auf Minijob-Basis. Der mindestlohn gastronomie 2026 betrifft daher einen großen Teil der Branche. In anderen Branchen wie dem Baugewerbe oder der Industrie gelten oft höhere Tariflöhne.
Tipps für Deine Gehaltsverhandlung
- Informiere Dich über regionale Tarifverträge (z. B. DEHOGA).
- Zeige Deine Qualifikationen: Eine abgeschlossene Ausbildung in der Gastronomie rechtfertigt mehr als Mindestlohn.
- Nutze den Ratgeber auf BruttoNettoCheck für weitere Tipps zu Gehalt und Steuern.
Fazit
Der Mindestlohn in der Gastronomie steigt 2026 auf 13,90 €/h. Netto bleiben Dir als Single rund 1.880 Euro – plus Trinkgeld. Regionale Unterschiede sind vor allem bei freiwilligen Zuschlägen spürbar. Nutze unseren BruttoNettoCheck um Deine persönliche Netto-Berechnung zu machen und zu sehen, ob Du mehr verdienen könntest.
Häufige Fragen zum Mindestlohn in der Gastronomie 2026
Wie hoch ist der Mindestlohn in der Gastronomie 2026?
Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab 1. Januar 2026 13,90 Euro pro Stunde. Das gilt auch für die Gastronomie – es gibt keine branchenspezifische Ausnahme mehr. Bei einer 40-Stunden-Woche ergeben sich rund 2.410 Euro brutto im Monat. Manche Tarifverträge in der Gastronomie sehen höhere Löhne vor, vor allem für Fachkräfte.
Was bleibt netto vom Mindestlohn in der Gastronomie übrig?
Als Single in Steuerklasse I ohne Kinder zahlst du Sozialabgaben (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung) und meist nur wenig Lohnsteuer, weil dein Einkommen unter dem Grundfreibetrag liegt. Netto bleiben dir bei Vollzeit etwa 1.880 Euro im Monat. Hinzu kommt oft steuerfreies Trinkgeld, das dein Nettoeinkommen spürbar aufbessern kann.
Gibt es regionale Unterschiede beim Mindestlohn in der Gastronomie?
Der gesetzliche Mindestlohn ist bundesweit einheitlich. Allerdings zahlen Arbeitgeber in wirtschaftsstarken Regionen wie Bayern, Baden-Württemberg oder Hamburg häufig freiwillig mehr, um Personal zu finden. In Ostdeutschland oder ländlichen Gebieten liegt der Lohn oft näher am Mindestlohn. Auch die Lebenshaltungskosten variieren stark – in München ist das Nettoeinkommen real weniger wert als in Mecklenburg-Vorpommern.
Selbst nachrechnen
Beispielorientierung bei etwa 2.410 € brutto (Steuerklasse I).
Abzugswasserfall
Vom Brutto zum Netto
Ziehe am Brutto und wechsle die Steuerklasse — die Abzüge fließen sichtbar ab.
Steuerklasse
Netto / Monat
1.558 €
Abzüge
852 €
Schätzung für 2026 (gesetzliche KV, Ø-Zusatzbeitrag). Kein Ersatz für die Entgeltabrechnung.
Häufige Fragen
Wie hoch ist der Mindestlohn in der Gastronomie 2026?
Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab 1. Januar 2026 13,90 Euro pro Stunde. Das gilt auch für die Gastronomie – es gibt keine branchenspezifische Ausnahme mehr. Bei einer 40-Stunden-Woche ergeben sich rund 2.410 Euro brutto im Monat. Manche Tarifverträge in der Gastronomie sehen höhere Löhne vor, vor allem für Fachkräfte.
Was bleibt netto vom Mindestlohn in der Gastronomie übrig?
Als Single in Steuerklasse I ohne Kinder zahlst du Sozialabgaben (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung) und meist nur wenig Lohnsteuer, weil dein Einkommen unter dem Grundfreibetrag liegt. Netto bleiben dir bei Vollzeit etwa 1.880 Euro im Monat. Hinzu kommt oft steuerfreies Trinkgeld, das dein Nettoeinkommen spürbar aufbessern kann.
Gibt es regionale Unterschiede beim Mindestlohn in der Gastronomie?
Der gesetzliche Mindestlohn ist bundesweit einheitlich. Allerdings zahlen Arbeitgeber in wirtschaftsstarken Regionen wie Bayern, Baden-Württemberg oder Hamburg häufig freiwillig mehr, um Personal zu finden. In Ostdeutschland oder ländlichen Gebieten liegt der Lohn oft näher am Mindestlohn. Auch die Lebenshaltungskosten variieren stark – in München ist das Nettoeinkommen real weniger wert als in Mecklenburg-Vorpommern.