Ratgeber
Stundenlohn in Monatslohn umrechnen: So berechnest du dein Brutto- und Nettogehalt
Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst in Vollzeit liegt bei rund 4.784 € (Stand April 2025). Der gesetzliche Mindestlohn ab 2026 beträgt 13,90 € pro Stunde, was bei 40 Wochenstunden etwa 2.410 € brutto im Monat ergibt.
Stundenlohn in Monatslohn umrechnen – so funktioniert’s
Ob du eine neue Stelle suchst, deinen Gehaltswunsch bestimmst oder einfach wissen willst, was von deinem Lohn übrig bleibt: Die Umrechnung vom Stundenlohn in den Monatslohn ist der erste Schritt. Mit einem stundenlohn in monatslohn rechner kannst du schnell dein Bruttogehalt ermitteln. Aber wie genau rechnest du um, und welche Abzüge erwarten dich? Dieser Artikel gibt dir einen Überblick über Lohnsteuer, Sozialabgaben und die wichtigsten Einflussfaktoren.
Die einfache Formel: Stundenlohn → Monatsbrutto
Die Grundformel lautet:
Monatsbrutto = Stundenlohn × wöchentliche Arbeitsstunden × 4,33
Der Faktor 4,33 ergibt sich aus der durchschnittlichen Anzahl Wochen pro Monat (52 Wochen ÷ 12 Monate). Bei einer 40-Stunden-Woche multiplizierst du also mit 173,2 (40 × 4,33).
Beispiele:
- Mindestlohn 2026 (13,90 €/h, 40 Std./Woche): 13,90 × 173,2 ≈ 2.410 € brutto/Monat
- Durchschnittsverdienst (28,19 €/h, 40 Std./Woche): 28,19 × 173,2 ≈ 4.784 € brutto/Monat
- Softwareentwickler (ca. 31,75 €/h, 40 Std./Woche): 31,75 × 173,2 ≈ 5.500 € brutto/Monat
Du siehst: Mit einem stundenlohn in monatslohn rechner sparst du dir das Kopfrechnen. Unser Brutto-Netto-Rechner macht die Umrechnung inklusive aller Abzüge.
Vom Brutto zum Netto – welche Abzüge fallen an?
Dein Bruttomonatslohn ist nicht das, was auf deinem Konto landet. Es werden Lohnsteuer und Sozialabgaben abgezogen. Die genaue Höhe hängt von deiner Steuerklasse, deinem Familienstand, deiner Krankenkasse und weiteren Faktoren ab.
Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag
Die Lohnsteuer wird nach dem Einkommensteuertarif berechnet. Der Grundfreibetrag liegt 2026 bei etwa 12.348 € pro Jahr – bis dahin zahlst du keine Lohnsteuer. Darüber steigt der Steuersatz progressiv. Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5 % der Lohnsteuer, wird aber für die meisten Steuerzahler nicht mehr erhoben (Freigrenze).
Sozialabgaben (Arbeitnehmeranteil 2026)
- Krankenversicherung (KV): 8,75 % (plus kassenindividueller Zusatzbeitrag, im Schnitt ca. 1,6 %)
- Rentenversicherung (RV): 9,3 %
- Arbeitslosenversicherung (AV): 1,3 %
- Pflegeversicherung (PV): 2,4 % (kinderlos; mit Kindern 1,7 %)
Diese Beiträge werden jeweils zur Hälfte von dir und deinem Arbeitgeber getragen – die genannten Prozentsätze sind dein Anteil.
Beispielrechnung für einen Durchschnittsverdiener
Nehmen wir einen ledigen Arbeitnehmer in Steuerklasse I, ohne Kinder, mit einem Bruttomonatslohn von 4.784 € (Durchschnitt). Die Krankenkasse hat einen Zusatzbeitrag von 1,6 %.
- Lohnsteuer: ca. 780 € (geschätzt, abhängig von Freibeträgen)
- Solidaritätszuschlag: 0 € (unter Freigrenze)
- KV: 8,75 % + 1,6 % = 10,35 % → 495 €
- RV: 9,3 % → 445 €
- AV: 1,3 % → 62 €
- PV: 2,4 % → 115 €
- Summe Abzüge: ca. 1.897 €
- Netto: ca. 2.887 €
Das ist nur ein Richtwert. Dein tatsächliches Netto kann abweichen – vor allem durch Steuerklasse, Kirchensteuer oder Kinderfreibeträge. Nutze dafür unseren Brutto-Netto-Rechner für eine individuelle Berechnung.
Warum der Stundenlohn oft aussagekräftiger ist
Gerade bei Teilzeit oder Minijobs ist der Stundenlohn ein besserer Vergleichswert als der Monatslohn. Denn bei unterschiedlichen Wochenstunden verändert sich das Monatsbrutto. Ein stundenlohn in monatslohn rechner hilft dir, beide Werte zu vergleichen. Auch bei Gehaltsverhandlungen solltest du deinen Stundenlohn kennen – viele Tarifverträge und der Mindestlohn basieren auf Stundenlöhnen.
Tipps für deine Gehaltsplanung
- Stundenlohn ermitteln: Teile dein Monatsbrutto durch (Wochenstunden × 4,33).
- Netto realistisch einschätzen: Berücksichtige Steuerklasse und Sozialabgaben. Unser Ratgeber erklärt die Steuerklassen im Detail.
- Mindestlohn beachten: Ab 2026 liegt er bei 13,90 €/h – prüfe, ob dein Arbeitgeber diesen einhält.
- Jahresgehalt berechnen: Monatsbrutto × 12 (bei 13. Gehalt entsprechend mehr).
Fazit
Die Umrechnung vom Stundenlohn in den Monatslohn ist mit der richtigen Formel einfach. Entscheidend für dein Netto sind aber Lohnsteuer und Sozialabgaben. Mit einem stundenlohn in monatslohn rechner und einem Brutto-Netto-Rechner bekommst du schnell Klarheit. Vergiss nicht: Deine persönliche Steuerklasse und deine Krankenkasse beeinflussen das Ergebnis stark. Für eine genaue Berechnung nutze die Tools auf BruttoNettoCheck – sie sind auf die aktuellen Werte 2026 abgestimmt.
Weitere Informationen zu Gehaltsdaten und Durchschnittsverdiensten findest du in unseren Gehaltsdaten.
Selbst nachrechnen
Beispielorientierung bei etwa 4.500 € brutto (Steuerklasse I).
Abzugswasserfall
Vom Brutto zum Netto
Ziehe am Brutto und wechsle die Steuerklasse — die Abzüge fließen sichtbar ab.
Steuerklasse
Netto / Monat
2.513 €
Abzüge
1.987 €
Schätzung für 2026 (gesetzliche KV, Ø-Zusatzbeitrag). Kein Ersatz für die Entgeltabrechnung.
Häufige Fragen
Wie rechne ich meinen Stundenlohn in den Monatslohn um?
Multipliziere deinen Stundenlohn mit deinen vertraglichen Wochenstunden und dann mit 4,33 (durchschnittliche Wochen pro Monat). Beispiel: 20 €/h × 40 h/Woche × 4,33 = 3.464 € brutto/Monat. Unser stundenlohn in monatslohn rechner auf BruttoNettoCheck macht das automatisch.
Welche Abzüge fallen vom Bruttomonatslohn an?
Vom Brutto werden Lohnsteuer (nach Steuerklasse), Solidaritätszuschlag (bei höheren Einkommen), Kirchensteuer (falls Mitglied) sowie Sozialabgaben abgezogen: Krankenversicherung (8,75 %), Rentenversicherung (9,3 %), Arbeitslosenversicherung (1,3 %) und Pflegeversicherung (2,4 % bei Kinderlosen, sonst geringer). Der verbleibende Betrag ist dein Netto.
Warum unterscheidet sich mein Netto von den Beispielen im Artikel?
Das Netto hängt von deiner persönlichen Steuerklasse (I–VI), Kinderfreibeträgen, Kirchensteuerpflicht, Bundesland (Kirchensteuersatz), Krankenkasse (Zusatzbeitrag variiert) und weiteren Faktoren ab. Die Beispiele gehen von Steuerklasse I, ledig, ohne Kinder und durchschnittlichem Zusatzbeitrag aus. Nutze den Brutto-Netto-Rechner für deine individuelle Berechnung.