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Ratgeber

Wie viel ist Mindestlohn 2026? Regionale und branchenbezogene Unterschiede

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab 1. Januar 2026 13,90 Euro pro Stunde, was bei einer 40-Stunden-Woche einem Bruttomonatsgehalt von etwa 2.410 Euro entspricht.

Wie viel ist Mindestlohn? Die wichtigste Frage kurz beantwortet

Du fragst dich: Wie viel ist Mindestlohn? Die Antwort: Ab dem 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland 13,90 Euro brutto pro Stunde. Das sind bei einer Vollzeitstelle mit 40 Stunden pro Woche rund 2.410 Euro brutto im Monat. Zum Vergleich: 2025 lag der Mindestlohn noch bei 12,82 Euro pro Stunde. Die Anpassung erfolgt regelmäßig auf Empfehlung der Mindestlohnkommission, die sich an der Tarifentwicklung orientiert.

Doch die Frage „Wie viel ist Mindestlohn?“ hat noch eine zweite Ebene: Denn was du am Ende auf deinem Konto siehst – das Netto – hängt von vielen Faktoren ab. Und auch wenn der gesetzliche Mindestlohn für alle gleich ist, gibt es in der Praxis Unterschiede zwischen Regionen und Branchen. Schauen wir uns das genauer an.

Der gesetzliche Mindestlohn 2026: Zahlen und Fakten

Der Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland – mit wenigen Ausnahmen wie Langzeitarbeitslosen in den ersten sechs Monaten oder Jugendlichen unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Die wichtigsten Eckdaten:

  • Stundenlohn: 13,90 € brutto (ab 1.1.2026)
  • Monatsbrutto (40h/Woche): ca. 2.410 €
  • Jahresbrutto: ca. 28.922 €

Zum Vergleich: Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst einer vollzeitbeschäftigten Person lag im April 2025 bei etwa 4.784 € (Destatis). Der Mindestlohn liegt also deutlich darunter – etwa auf dem Niveau eines Verkäufers (2.800 € brutto/Monat laut Referenzdaten).

Brutto vs. Netto: Was bleibt vom Mindestlohn übrig?

Vom Bruttogehalt werden Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Krankenversicherung (KV), Rentenversicherung (RV), Arbeitslosenversicherung (AV) und Pflegeversicherung (PV) abgezogen. Für einen ledigen Arbeitnehmer in Steuerklasse I ohne Kinder, gesetzlich krankenversichert mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag, ergibt sich grob:

  • Brutto: 2.410 €
  • Lohnsteuer + Soli: ca. 100–150 € (abhängig vom genauen Jahresverdienst)
  • KV (8,75%): ca. 211 €
  • RV (9,3%): ca. 224 €
  • AV (1,3%): ca. 31 €
  • PV (2,4% kinderlos): ca. 58 €
  • Netto: ca. 1.700–1.800 €

Beachte: Das ist nur eine grobe Schätzung. Dein tatsächliches Netto hängt von deiner Steuerklasse, Kirchensteuer, Kinderfreibeträgen, deiner Krankenkasse und deinem Bundesland ab. Für eine genaue Berechnung nutze den Brutto-Netto-Rechner auf BruttoNettoCheck.

Regionale Unterschiede: Gibt es sie beim Mindestlohn?

Der gesetzliche Mindestlohn ist bundeseinheitlich – egal ob du in München, Berlin oder auf dem Land arbeitest, der Stundenlohn von 13,90 € gilt überall. Allerdings gibt es faktische regionale Unterschiede im Lohnniveau. In wirtschaftsstarken Regionen mit hoher Tarifbindung (z.B. Süddeutschland) liegen die tatsächlichen Einstiegsgehälter oft über dem Mindestlohn. In strukturschwachen Gebieten (z.B. Teile Ostdeutschlands) ist der Mindestlohn häufiger die reale Bezahlung.

Auch Branchenmindestlöhne können regional wirken: So gilt für die Gebäudereinigung in Westdeutschland ein höherer Mindestlohn als in Ostdeutschland (z.B. 13,50 € vs. 11,55 € im Jahr 2025 – die Werte für 2026 werden noch angepasst). Ähnlich ist es im Bauhauptgewerbe oder in der Pflege. Diese Branchenmindestlöhne werden von den Tarifparteien ausgehandelt und für allgemeinverbindlich erklärt.

Fazit: Die Frage „Wie viel ist Mindestlohn?“ beantwortest du für deine Region am besten, indem du prüfst, ob für deine Branche ein höherer Branchenmindestlohn gilt. Ansonsten gilt der gesetzliche Satz von 13,90 €.

Branchenunterschiede: Wo wird mehr als der Mindestlohn gezahlt?

Viele Branchen zahlen aufgrund von Tarifverträgen oder Fachkräftemangel deutlich mehr als den gesetzlichen Mindestlohn. Hier einige Beispiele aus der Referenz-DB (Durchschnittsgehälter Vollzeit):

  • Softwareentwickler: ~5.500 € brutto/Monat (weit über Mindestlohn)
  • Ingenieur: ~5.200 €
  • Lehrer: ~4.200 €
  • Krankenpfleger: ~3.800 €
  • Elektriker: ~3.600 €
  • Buchhalter: ~3.900 €
  • Verkäufer: ~2.800 € (nahe am Mindestlohn)

Selbst in Branchen mit niedrigen Durchschnittsgehältern wie dem Einzelhandel oder der Gastronomie liegt der tatsächliche Lohn oft über dem Mindestlohn, weil Tarifverträge oder betriebliche Vereinbarungen höhere Sätze vorsehen. Dennoch gibt es auch hier schwarze Schafe, die den Mindestlohn umgehen – achte auf korrekte Abrechnung.

Wie viel ist Mindestlohn wert? Einordnung und Tipps

Der Mindestlohn sichert ein Existenzminimum, aber reicht für eine Familie oft nicht aus. Der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer liegt bei etwa 12.348 € pro Jahr – wer nur Mindestlohn verdient, zahlt kaum Lohnsteuer. Die Sozialabgaben sind jedoch fällig. Mit einem Brutto von 2.410 € liegst du unter der Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung (2026 voraussichtlich ~5.175 €/Monat), zahlst also den vollen Prozentsatz.

Wenn du mehr verdienen möchtest, hilft oft eine Weiterbildung oder der Wechsel in eine Branche mit höheren Tariflöhnen. Auch ein Blick in den Ratgeber von BruttoNettoCheck lohnt sich – dort findest du Tipps zu Gehaltsverhandlungen und Steuerklassen.

Zusammenfassung

  • Gesetzlicher Mindestlohn 2026: 13,90 €/h brutto, ~2.410 €/Monat
  • Regional: Einheitlich, aber Branchenmindestlöhne können abweichen
  • Branchen: Viele Berufe zahlen deutlich mehr – informiere dich über deinen Tarifvertrag
  • Netto: Für Ledige Steuerklasse I ca. 1.700–1.800 € – genaue Berechnung mit dem Brutto-Netto-Rechner

Die Frage „Wie viel ist Mindestlohn?“ ist also nicht nur eine Zahl, sondern auch eine Frage nach deiner persönlichen Situation. Nutze die Tools auf BruttoNettoCheck, um dein eigenes Netto zu berechnen und zu verstehen, was von deinem Brutto übrig bleibt.

Selbst nachrechnen

Beispielorientierung bei etwa 2.410 € brutto (Steuerklasse I).

Abzugswasserfall

Vom Brutto zum Netto

Ziehe am Brutto und wechsle die Steuerklasse — die Abzüge fließen sichtbar ab.

€ brutto

Steuerklasse

Netto / Monat

1.558 €

Abzüge

852 €

Brutto
2.410 €
Lohnsteuer
328 €
Krankenversicherung
211 €
Rentenversicherung
224 €
Arbeitslosenversicherung
31 €
Pflegeversicherung
58 €
Netto
1.558 €

Schätzung für 2026 (gesetzliche KV, Ø-Zusatzbeitrag). Kein Ersatz für die Entgeltabrechnung.

Häufige Fragen

Wie viel ist der Mindestlohn 2026?

Der gesetzliche Mindestlohn beträgt ab 1. Januar 2026 13,90 Euro brutto pro Stunde. Bei einer 40-Stunden-Woche ergibt das ein Bruttomonatsgehalt von etwa 2.410 Euro.

Gibt es regionale Unterschiede beim Mindestlohn?

Nein, der gesetzliche Mindestlohn gilt bundesweit einheitlich. Allerdings können Branchenmindestlöhne oder Tarifverträge regional höhere Löhne vorsehen. Auch das allgemeine Lohnniveau unterscheidet sich zwischen Ost- und Westdeutschland.

Wie viel Netto bleibt vom Mindestlohn?

Das Netto hängt von deiner Steuerklasse, Krankenkasse, Kirchensteuer und weiteren Faktoren ab. Für einen ledigen Arbeitnehmer in Steuerklasse I ohne Kinder liegt das Netto bei etwa 1.700 bis 1.800 Euro. Nutze den [Brutto-Netto-Rechner](/rechner) für eine genaue Berechnung.

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